Produzierende Industrie

C-Teile-Management bei INFICON – Effizienz durch Bündelung und Kanban-System

Von 108 Lieferanten zu einem zentralen System: Zilken optimierte das C-Teile-Management bei INFICON mit klaren SLAs und über 99 % Verfügbarkeit.

Industrieroboterarme arbeiten auf Förderbändern in einer modernen Fabrikhalle bei Sulzer.
Kunde
INFICON Holding AG
Leistungen
Sourcing Beratung
Datum
Seit 2013
Webseite
inficon.com

Die Herausforderung

C-Teile verursachen hohe Prozesskosten bei geringem Teilewert. Bei INFICON waren 108 unterschiedliche Lieferanten für 1.246 Artikel im Einsatz. Das führte zu vielen Bestellungen, Rechnungen und Anlieferungen, inkonsistenten Servicelevels sowie unnötig gebundenem Kapital.

Ziel war die Entlastung von Einkauf, Logistik und Buchhaltung – bei gleichzeitig stabiler Versorgung und Transparenz über Verbräuche.

Unsere Leistung

Zilken übernahm das vollständige C-Teile-Management (CTM) als Lead-Supplier:

  • Lieferantenbündelung & Vertragsübernahme, Stammdaten-Harmonisierung, ABC/XYZ-Analyse.
  • Dimensionierung eines Kanban-Systems (Min/Max, Sicherheitsbestände) für 1.246 Artikel.
  • Einführung einheitlicher SLAs (Füllgrad, Reaktions- und Lieferzeiten) sowie eines konsolidierten Reportings für Verbrauch, Verfügbarkeit und Turnover.
  • Eigenständige, exklusive Belieferung durch Zilken – inkl. regelmäßiger Regalgänge, Nachschubsteuerung und Rechnungskonsolidierung.

Die Lösung

Operativ wurde das gesamte C-Teile-Portfolio zentralisiert und nach Verbrauchsmustern in Kanban-Regelkreise überführt. Zilken steuert die Bestände aktiv, füllt nach definierten Signalen nach und übernimmt die physische Belieferung der Bedarfsstellen. INFICON greift bedarfsgerecht auf Material zu – mit klar definierten Servicelevels, hoher Verfügbarkeit und deutlich reduzierten administrativen Vorgängen.

Für ausgewählte Sortimente kommen ergänzend weitere Belieferungsmodelle (z. B. Konsignation) in Frage – abhängig von Projektgröße und Kundenanforderung.

Zahlen (Benefit/KPIs)

  • Lieferantenschnittstellen: 108 → 1 (–99,1 % Schnittstellenkomplexität).
  • Artikel im CTM/Kanban: 1.246.
  • Belieferungsmodell: 100 % durch Zilken in Kanban-Logik (optional erweiterbar).
  • Operative Effekte (branchenübliche Erfahrungswerte für dieses Setup):
    • Bestell-/Rechnungsvolumen: –60 bis –90 %.
    • Interne Handling-/Wareneingangsaufwände: –30 bis –50 %.
    • Teileverfügbarkeit (Füllgrad-Ziel): ≥ 99 % bei definierten Reaktionszeiten.

Hinweis: Harte Projektfakten (108 → 1, 1.246 Artikel, Kanban-Einführung) sind aus dem Use Case. Die prozessualen Effekte sind konservative Erfahrungswerte aus vergleichbaren CTM-Einführungen und dienen der Einordnung.

Best Practice – warum dieses Vorgehen funktioniert

  1. Ein Lead-Supplier, ein Prozess: Die Bündelung eliminiert Schnittstellen, Mehrfachlogik und Medienbrüche.
  2. Kanban statt MRP-Kleinaufträge: Verbrauchssignale steuern den Nachschub – weniger Bestellungen, weniger Eilfälle, höhere Materialverfügbarkeit.
  3. SLA-gesteuerte Steuerung: Klare Zielgrößen (Füllgrad, Reaktionszeit, Wiederbeschaffungszeit) schaffen Verlässlichkeit und messbaren Service.
  4. Transparenz & Reporting: Einheitliche Stammdaten, einfache Dashboards (Verbrauch, Turnover, Füllgrade) – so lassen sich Sortimente laufend optimieren.
  5. Flexibilität im Modell: Je nach Projektanforderung können ergänzende Versorgungskonzepte (z. B. Konsignation, JIT) integriert werden.

Weitere Erfolgreiche Projekte

Metallische Maschinenteile ordentlich in weißem Schaumstoffeinsatz verpackt.

Ersatzteilverfügbarkeit sichern trotz Herstellerabkündigung

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Eine Gas Turbine von Siemens Energy
Produzierende Industrie

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Akuter Bedarf oder langfristige Planung – Zilken liefert!

Als erfahrener Industrieteile-Lieferant unterstützen wir Sie bei Eilbestellungen und entwickeln auf Wunsch komplette Beschaffungslösungen.

Jakob Herrschel - Leiter Business Development
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